Elvis lebt – bei Manner. Exklusives Interview!

Bei Manner arbeiten viele interessante Persönlichkeiten, die wir Ihnen in unserer Interviewserie vorstellen möchten. Diesmal präsentieren wir einen besonders prominenten Interviewpartner, nämlich niemand geringeren als Elvis – so wird unsere Spritzgussmaschine im Kollegenkreis genannt. Wie gefällt es Elvis bei Manner? Fragen wir ihn doch einfach!

Hallo Elvis! Kannst du zuerst ein wenig über dich selbst erzählen und wie du zu uns gekommen bist?

Ich wurde im Frühjahr 2007 in Österreich geboren, genauer gesagt am 18.4.2007 um 11:22 Uhr. Ich bin 6,99 m lang und wiege 12,9 Tonnen. Zu Manner kam ich am 25.5.2007 um 12:50 und tanzte auf Luftkissen direkt an meinen jetzigen Platz. Bei meiner Geburt wurde mir die langweilige Seriennummer 164605 beschieden, aber bei Manner wurde ich die Nummer Elf, oder auf schwedisch Elvan, was mein Kollege Jani Lehtola direkt in den rockigeren Namen Elvis abwandelte. Die anderen Maschinen haben nur eine Nummer auf dem Gehäuse, aber mir verpasste Jani mein eigenes Bild.

Wie sieht dein normaler Arbeitstag aus?

Meine Hauptaufgabe ist das Schmelzen von Kunststoffgranulat. Die weiche Masse spucke ich dann mit einem Druck von 1000 bar in die Formen, die mir in den Schoß gelegt werden. Meine Besonderheit sind zwei Schlünde, mit denen ich zwei unterschiedliche Kunststoffe gleichzeitig fressen kann. Dadurch kann ich Räder machen, die innen hart sind und außen weich. Arbeits„tag“ ist gut – Feierabend ist bei mir nicht drin und Ausruhen nur am Wochenende. Zum Glück habe ich meinen kleinen Helfer hier auf dem Rücken, der mir die Komponenten reicht und die fertigen Räder wegbringt. Wir stammen aus demselben Werk und passen auch farblich perfekt zusammen.

Wie kommst du mit deinen Kollegen klar?

Mein bester Kumpel ist Kymppi hier neben mir mit der Nummer zehn, wir gleichen uns wie ein Ei dem anderen. Die anderen hier in unserer Abteilung sind entweder kleiner oder älter. Die Maschinen in der Metallecke kenne ich nicht persönlich, aber ich habe mir sagen lassen, dass eine von denen sogar noch größer ist als ich. Dass sie auch lauter ist, höre ich bis hier!
Was die menschlichen Kollegen angeht, sind sie immer sehr hilfsbereit, wenn die Formen gewechselt werden oder eine neue Serie an den Start geht. Aber ansonsten lassen sie mich in Ruhe. Reden nicht mal mit mir, wenn sie nach den Rädern gucken. Aber wenn ich mit der Störungslampe blinke, sind sie sofort für mich da!

Was machst du in deiner Freizeit, hast du irgendwelche Hobbies?

Na wenn ihr wüsstet, was hier am Wochenende für Partys abgehen, sobald wir die Halle für uns alleine haben! Ich, Elvis, spiele Gitarre und singe, Kymppi tanzt mit Vitonen, Rape rockt mit Kaiser und der Tango-Automat schwingt seiner Ecke die Seitenbleche. Dann sind da auch noch Ritu und Roope und wie sie alle heißen.

Wie sieht die Zukunft aus den Augen eines Roboters aus? Oh, sorry, du hast gar keine Augen – also anders gefragt, was erwartet ein Roboter von der Zukunft?

Wie bitte, habe ich das Wort Roboter gehört? Frechheit! Ich bin eine Spritzgussmaschine mit einer Schließkraft von 180 Tonnen und zwei heißen Rohren. Ein Roboter ist das kleine Ding auf meinem Rücken, das gerade mal 10 Kilo angehoben kriegt! Aber was die Zukunft angeht, bin ich optimistisch. Arbeit gibt es genug, und ich darf immer wieder tolle neue Sachen machen. Meine Räder mit den harten Felgen und weichen Reifen sind bei den Kunden unheimlich beliebt, und meine menschlichen Kollegen halten mich mit guter Pflege und gelegentlichen Ersatzteilen fit. Ich bin unsterblich, denn ich bin Elvis!

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